Regionale Wertschöpfung.
Mehrwert durch Solidarische Landwirtschaft – Chancen für Betriebe und Verbraucher im Oberland
17.10.2025
Das Miesbacher Oberland zählt zu den klassischen Grünlandregionen Bayerns. Die Milchviehwirtschaft prägt die Landschaft, die regionale Identität und die wirtschaftliche Struktur. Gleichzeitig eröffnen der Wandel in Landwirtschaft und Konsum neue Chancen: Diversifizierung, Gemüsebau und Solidarische Landwirtschaft (Solawi) bieten Perspektiven, um regionale Wertschöpfung zu stärken und die Nahversorgung zu verbessern.
Welche neuen Wege es für Betriebe sowie Verbraucherinnen und Verbraucher gibt, um regionale Versorgung und Zusammenarbeit zu fördern, zeigt die Veranstaltung „Mehrwert durch Solidarische Landwirtschaft: Perspektiven für Grünlandbetriebe und Verbraucher“ am Montag, 10. November 2025, von 10 bis 18 Uhr, im Bürgergewölbe Weyarn.
Anhand mehrerer regionaler Praxisbeispiele wird deutlich, wie auch im Oberland auf kleiner Fläche erfolgreich und nachhaltig Gemüse angebaut und vermarktet werden kann:
Bei einer Gartenführung zeigt Jana Heenen, wie auf kleiner Fläche produktiv, nachhaltig und gemeinschaftlich gewirtschaftet werden kann. Seit 2022 bewirtschaftet sie auf dem Riedlerhof einen Market Garden mit rund 1.000 Quadratmetern Gemüseanbau und einem angrenzenden Waldgarten. Seit 2024 wird der Betrieb als Solidarische Landwirtschaft geführt – mit großer Nachfrage: Unter den Ernteteilhabenden befinden sich auch mehrere regionale Restaurants.
Auch Sebastian Girmann von der Biotop Oberland eG wird im Rahmen der Veranstaltung das Beispiel des Hofpunkts vorstellen. Dabei erläutert er, wie die gemeinsame Vermarktung von Gemüse und Fleisch in Zusammenarbeit mit dem Verpächter organisiert ist und beschreibt die Grundprinzipien und Strukturen einer Genossenschaft.
Diese Betriebe verdeutlichen, dass Kooperationen zwischen bestehenden landwirtschaftlichen Höfen und neuen Gemüseprojekten wertvolle Synergien schaffen können – etwa durch Flächenverpachtung, gemeinsame Vermarktung oder Wissenstransfer.
Neben den Praxisbeispielen geben Solawi-Experte Klaus Strüber, Petra Wähning, als Expertin für Grünlandumbruch, und Alyssa Nolden, Bio-Wertschöpfungskettenmanagerin bei der REO weitere fachliche Impulse. Im anschließenden Workshop werden gemeinsam mit den Teilnehmenden Möglichkeiten für Kooperationen, Diversifizierung und regionale Entwicklung diskutiert. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Solidarische Landwirtschaft und Market Gardening zur Stärkung der Nahversorgung, zum Erhalt der Kulturlandschaft und zum Aufbau neuer regionaler Wertschöpfungsketten beitragen können.
Demeter Beratung e.V. fungiert als offizieller Veranstalter der Veranstaltung, während die REO die organisatorische Leitung und Durchführung verantwortet. Diese Veranstaltung ist Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL), initiiert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.regionalentwicklung-oberland.de/bio-wertschoepfungsketten.
Kontakt
Alyssa Nolden
Projekt-Management | Bio-Wertschöpfungskettenmanagement
+49 (0) 80 25 – 993 72 30
alyssa.nolden@regionalentwicklung-oberland.de
Anschrift
Regionalentwicklung Oberland KU
Rathausplatz 2
83714 Miesbach
www.regionalentwicklung-oberland.de
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