Innovation.
Gesundheitsversorgung der Zukunft – REO schafft Plattform für Vernetzung und Innovation
16.01.2025
- Erfolgreiche Veranstaltung der Regionalentwicklung Oberland (REO) zum Thema regionale Gesundheitsversorgung von ePA bis Digital Health
- REO bringt Vertreter aller Sektoren des regionalen Gesundheitsnetzwerks zusammen
Im Rahmen des MedicalCluster Oberland lud die Regionalentwicklung Oberland (REO) in Zusammenarbeit mit der Münchner Healthcare Happy Hour zu einem hochkarätigen Event rund um die Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung ein. Die Veranstaltung bei Sandoz Pharmaceuticals in Holzkirchen bot ein abwechslungsreiches Programm aus Impulsvorträgen, Start-up-Pitches, Panels und Networking mit allen Vertretern der Branche – eine ideale Plattform für den interdisziplinären Austausch innerhalb des regionalen Gesundheitsnetzwerks.
Über 100 Teilnehmer – darunter Vertreter aus Kliniken, niedergelassene Ärzte, Unternehmen der Medizintechnik- und Pharmabranche, Start-ups, Wissenschaftler, Gesundheitspolitiker sowie Experten für IT-Sicherheit und Datenmanagement – nutzten die Gelegenheit, um sich über aktuelle Herausforderungen und Chancen der Gesundheitsbranche auszutauschen. Landrat Olaf von Löwis eröffnete den Abend und betonte die Relevanz des Termins, der passender nicht sein konnte – auch die elektronischen Patientenakte (ePA) startete an diesem Tag in einer bayerischen Modellregion.
Der erste Teil der Veranstaltung drehte sich somit um das Thema „Digitalisierung für alle: eRezept, elektronische Patientenakte, Patientenportale, DiGAs und Co“. Den Auftakt bildeten zwei Impulsvorträge. Andreas Lange, Geschäftsführer der Klinik IT eG, beleuchtete den Aufbau und Betrieb einer gemeinsamen Plattform für Patientenportale und wie diese den digitalen Klinikverbund voranbringen kann. IT-Infrastruktur, Datensicherheit und Interoperabilität müssen dabei als Basis für eine kollaborative Zukunft fungieren. Passend dazu stellte Hubert Friedl von ClinicTools Deutschland GmbH einen KI-gesteuerten digitalen Arztbrief vor und erläuterte, wie moderne Technologien in bestehenden Strukturen zur Effizienzsteigerung beitragen können.
Im anschließenden Panel, moderiert von Jörg Traub, Leitung Gesundheit bei der Bayern Innovativ GmbH, wurde das Thema Digitalisierung weiter vertieft. Experten aus den Bereichen Krankenhaus-IT, wie Hubert Friedl, niedergelassene Ärzte, darunter Dr. Siegfried Marquardt von Zahngesundheit Tegernsee, André Lausecker von tbs Computer-Systeme, als Praxis-IT-Anbieter, und Maximilian Rückert vom Ministerium für Gesundheit und Pflege in München blickten in puncto eRezept, elektronische Patientenakte DiGAs und Co positiv in die Zukunft. Trotz einiger Herausforderungen bietet die Digitalisierung im Gesundheitswesen eine Chance für Patienten, Ärzte Praxen und Kliniken.
Innovation und Kollaboration als Schlüssel zum Erfolg
Um innovative Versorgungskonzepte und neue Geschäftsmodelle ging es im zweiten Teil der Veranstaltung. Unter dem Themenschwerpunkt „Neue Kollaborationsmöglichkeiten in digitalen Ökosystemen“ betonte Dan Ma, Head of Innovation bei Sandoz, die wichtige Rolle der Zusammenarbeit aller Akteure in der Gesundheitsversorgung, um den Patienten ein funktionierendes Ökosystem bieten und die Möglichkeiten digitaler Systeme optimal nutzen zu können. Anschließend stellten Dr. med. Cecilia Dietrich und Andreas Halser von der checkupbox GmbH ihr digitales Hautkrebsscreening vor – ein hybrides Konzept, das dem zunehmenden Ärztemangel mit technologischer Unterstützung begegnet und entgegenwirkt.
Vertieft wurde das Potenzial neuer Kollaborationsmöglichkeiten in digitalen Ökosystemen in einer zweiten Diskussionsrunde – darunter Prof. Dr. Robert (TH Rosenheim) für die Wissenschaft, Dominik Bundschuh mit seinem Start-up Carealytix und Stefan Geiselbrechtinger (OPED GmbH) für die regionale Wirtschaft, Maria Sievert (TU Venture Labs) für die Start-up-Förderung und Alexander Schmid (REO) für die Regionalentwicklung. Dabei waren sich die Experten einig, dass eine enge Zusammenarbeit aller Akteure unverzichtbar ist, um die Gesundheitsversorgung langfristig und nachhaltig zu verbessern und in der Region voranzutreiben.
Am Ende unterstrich Schmid die Bedeutung der Gesundheitsbranche für die Region: „Von den 20 wichtigsten Unternehmen im Landkreis stammen sieben aus der Gesundheitsbranche. Mit einem eigenen Ökosystem kann die Region eine Vorreiterrolle einnehmen. Wir von der REO wollen dabei als Ansprechpartner fungieren, die Vertreter dieser Branche zusammenbringen und mit Veranstaltungen wie diese, den Austausch zwischen den Akteuren ermöglichen.“ Als größeres Projekt für diese Entwicklung nannte er den Aufbau eines Technologie-Transfer-Zentrums 2025 in Holzkirchen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Rosenheim.
Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit und innovative Ansätze den Gesundheitssektor in der Region voranbringen können. Hinsichtlich des Fachkräftemangels in der medizinischen Versorgung lohnt es sich, über den Tellerrand zu schauen und innovative Versorgungskonzepte zu entwickeln. Hybride Konzepte, wie das der checkupbox zeigen, was heute schon möglich ist. Der inspirierende Austausch und die neu geknüpften Kontakte legen den Grundstein für weitere innovative Projekte, die den Gesundheitssektor der Region nachhaltig stärken werden.
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helena.graf@regionalentwicklung-oberland.de
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