Innovation.
KI trifft Praxis: Werkstatt KI liefert Lösungen für Handwerk und Mittelstand
27.04.2026
- Von der Idee zum Prototyp: Über 70 Macherinnen und Macher entwickelten gemeinsam Lösungen für den praktischen Einsatz Künstlicher Intelligenz
- Sieger-Team entwickelt KI-gestützte Produktionsplanung für das Lebensmittelhandwerk.
In nur 30 Stunden von der Idee zum Prototyp: Bei der fünften Ausgabe des Hackathons der Initiative ServusZUKUNFT kamen im Fraunhofer Zentrum im Kloster Benediktbeuern erneut über 70 Macherinnen und Macher aus dem gesamten Oberland zusammen, um zu zeigen, wie Künstliche Intelligenz ganz konkret im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann. Die innovativsten Projekte wurden am Ende von einer Fachjury prämiert.
Wie KI bereits heute im Alltag echten Mehrwert schafft, insbesondere im Handwerk und im Unternehmenskontext, stand auch in diesem Jahr bei der ServusZUKUNFT Werkstatt KI wieder im Fokus. Die Antworten darauf lieferten die 70 Teilnehmenden selbst: Handwerker, Ingenieure, Programmierer, Geschäftsführer, Startups sowie Studierende und Auszubildende arbeiteten in interdisziplinären Teams an praxisnahen Lösungen. Dass aus Ideen mehr entstehen kann als erste Prototypen, zeigt ein Blick zurück: Bereits 2025 entwickelte sich aus einer Hackathon-Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell – ein Beleg für das nachhaltige Innovationspotenzial der Veranstaltung.
„Das Format ist für uns als Regionalentwicklung besonders spannend, weil hier aus Ideen schnell greifbare Ergebnisse werden. Auch für andere Bereiche wie Verwaltung oder öffentliche Strukturen wäre das interessant. Das ist genau die Art von Format, die wir für die Zukunft weiterdenken wollen“, sagt Alexander Schmid, Vorstandsvorsitzender der Regionalentwicklung Oberland (REO).
Insgesamt zehn Teams entwickelten innerhalb von nur 30 Stunden innovative KI-basierte Anwendungen. Die Bandbreite der Ideen zeigte wieder einmal, wie vielseitig und zugleich konkret die Einsatzmöglichkeiten von KI sind – von Effizienzsteigerungen im Betrieb bis hin zu neuen digitalen Geschäftsmodellen. In diesem Jahr war sogar das Landeskriminalamt mit einer Problemstellung dabei.
Bei den abschließenden Pitches präsentierten die Teams ihre Ergebnisse vor einer sechsköpfigen Jury. Bewertet wurden die Projekte nach Innovationsgrad, Umsetzungsqualität, Problemverständnis sowie der Präsentation. Die drei besten Teams wurden am Ende ausgezeichnet.
Den stärksten Eindruck hinterließ das Team „Schlachtplan“. Mit einer KI-gestützten Produktionsplanung für das Lebensmittelhandwerk sicherten sie sich den ersten Platz. Am Beispiel einer Metzgerei entstand ein System, das auf Basis von Verkaufszahlen, Wetterdaten, Ferienzeiten und weiteren Einflussfaktoren präzise Prognosen erstellt und so hilft, Über- und Unterproduktion zu vermeiden. Damit adressiert die Lösung ein zentrales Problem vieler Betriebe und zeigt zugleich, wie sich atenbasierte Entscheidungen einfach in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Das Konzept ist dabei bewusst so angelegt, dass es auch auf andere Branchen wie Bäckereien, Gärtnereien oder die Gastronomie übertragbar ist. Als Siegerteam darf die Gruppe vom 8. bis 10. Mai zum Startup Camp im Heutal, wo die entwickelte Idee weiter geschärft und mit Unterstützung von Experten in Richtung Marktreife gebracht werden kann.
Einen besonders praxisrelevanten Ansatz für die Baubranche entwickelte das Team hinter „BÄM – Baustellenänderungsmanagement“, die den zweiten Platz holten. Die entwickelte KI analysiert Änderungen in Bauplänen, erkennt automatisch betroffene Gewerke und identifiziert potenzielle Konflikte. Gerade auf Baustellen, wo Anpassungen häufig unter Zeitdruck erfolgen und Kommunikationswege komplex sind, kann die Lösung dazu beitragen, Prozesse effizienter und transparenter zu gestalten.
Auch die Gruppe „Sammy Safety Seal AI“ überzeugte die Jury und holte sich Platz drei mit einem KI-basierten Sicherheitssystem für Schlepplifte. Die Anwendung erkennt Stürze im Ausstiegsbereich sowie kritische Situationen entlang definierter Zonen und kann den Lift im Ernstfall automatisch stoppen. Das Personal wird in Echtzeit informiert – ein Ansatz, der Sicherheit erhöht und Betreiber zugleich entlastet.
„Die Werkstatt KI zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Innovationskraft im Oberland steckt. Besonders beeindruckend ist, wie schnell aus ersten Ideen greifbare Lösungen entstehen, die echten Mehrwert für Unternehmen schaffen können“, sagt REO Projektmanagerin Patricia Karling. „Wir sind gespannt, ob ein Paar Gruppen ihre Ideen auch in diesem Jahr weiterentwickeln und zu einem Geschäftsmodell ausbauen – das Potenzial dafür ist bei vielen Projekten eindeutig vorhanden.“
Die ServusZUKUNFT Werkstatt KI wurde in Kooperation mit der Handwerkskammer für München und Oberbayern, dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, dem TIZIO – Transfer- und Innovationszentrum im Oberland der Hochschule München und den Wirtschaftsförderungen der Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim Schongau und Garmisch-Partenkirchen veranstaltet.
Gefördert wurde diese Maßnahme durch das Regionalmanagement Bayern durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Patricia Karling
Projektmanagerin Innovation | ServusZUKUNFT
+49 (0) 80 25 – 993 72 18
patricia.karling@regionalentwicklung-oberland.de
Pressekontakt
Ilona Kaffl
Kommunikation | Medien und Öffentlichkeitsarbeit
+49 (0) 8025 99372-61
ilona.kaffl@regionalentwicklung-oberland.de
Regionalentwicklung Oberland KU
Rathausplatz 2
83714 Miesbach
www.regionalentwicklung-oberland.de
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