Tourismusentwicklung.
Tourismus in der Alpenregion Tegernsee Schliersee – mehr Gäste und Übernachtungen
05.03.2024
- REO veröffentlicht Tourismus-Jahresstatistik 2023
- Im Vorjahresvergleich steigen die Zahlen der Ankünfte und Übernachtungen in der Region
- Die meisten Gäste kommen aus Deutschland
Die Alpenregion Tegernsee Schliersee ist weiterhin eine der beliebtesten Urlaubsregionen für viele deutsche und bayerische Urlauber. Der Vor- und 10-Jahresvergleich zeigen eine positive Entwicklung bei den Ankünften und Übernachtungen. Das geht aus der Jahresstatistik 2023 hervor, die die REO veröffentlichte.
Mit 756.873 Ankünften und 2.532.306 Übernachtungen kann die Alpenregion Tegernsee Schliersee einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Wie aus der neuesten Jahresstatistik 2023 der REO hervorgeht, stieg die Zahl der Ankünfte um 7,3%, die Zahl der Übernachtungen um 4,4%. Auch wenn das Vorkrisenniveau von 2019 noch nicht wieder erreicht wurde, weist der 10-Jahresvergleich eine deutliche Steigerung auf. Mit einem Anstieg von 11,2% bei den Ankünften und 4,6% bei den Übernachtungen seit 2014 zeigt die Region eine positive Entwicklung.
Der Markt Schliersee mit 162.837 Ankünften und die Gemeinde Bad Wiessee mit 567.683 Übernachtungen führen die Liste an. Die stärksten prozentualen Zuwächse verzeichnete Gmund (+28,3%) bei den Ankünften und Tegernsee (+15,2%) bei den Übernachtungen – aber auch in den Nordgemeinden (entspricht den neun Kommunen im Landkreis, die nicht kurbeitragserhebend sind) sind gesamt +17,0% Übernachtungen zu 2022 vorzuweisen. Die 10-jährige Entwicklung zeigt, dass Gmund (+39,6%), Tegernsee (+31,7%), Bayrischzell (+28,5%) und Schliersee (+22,1%) einen besonders hohen Anstieg der Ankünfte verzeichnen können – bei den Übernachtungen liegt Bayrischzell mit einem Plus von 36,2% deutlich vorne.
Die typischen Gäste in der Alpenregion Tegernsee Schliersee
Durchschnittlich bleibt ein Gast 3,35 Tage in der Region, kommt aus Deutschland (94,7% aller Gäste), und ist zwischen 51-60 Jahre alt (32,0%). Dabei kommt fast die Hälfte der deutschen Gäste aus Bayern (45,8%), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (14,1%), Baden-Württemberg (11,6%) und Hessen (8,0%). Auch bei den internationalen Urlaubern dominiert der deutsch-sprachige Raum: 16,7% kommen aus Österreich und 13,8% aus der Schweiz – danach folgen die USA (9,8%), Niederlande (9,0%) und Großbritannien (5,9%).
Die Unterkunftsstruktur
2023 gab es in der Region 17.542 Gästebetten, die meisten davon in Schliersee (4.724) gefolgt von Bad Wiessee (3.436) und Rottach-Egern (2.761). Fast 40% der Urlauber übernachten in Hotels, 19% in Ferienhäusern und -wohnungen und 14% in Vorsorge- und Rehakliniken. Jedoch gibt es bei diesen Zahlen große Unterschiede zwischen den einzelnen Gemeinden. Während in Rottach-Egern über 60% aller Übernachtungen in Hotels gebucht werden, sind es in Schliersee dagegen nur 20%. Dort finden über 30% der Übernachtungen in Gruppenunterkünften (Jugendherbergen, Hütten, Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime) statt. Besonderheiten zeigen sich auch in Fischbachau mit 30% der Übernachtungen in Bauernhöfen und in Bad Wiessee mit fast 40% der Übernachtungen in Vorsorge- und Rehakliniken.
Ein Blick entlang der bayerischen Alpenkette
Vergleicht man den Landkreis Miesbach mit den umliegenden Regionen, liegt er bei den Ankünften etwas hinter Traunstein (788.179) und dem Berchtesgadener Land (780.832), jedoch vor Bad Tölz – Wolfratshausen (412.711). Beträchtlich ist der Abstand zu den Big Playern, wie dem Landkreis Oberallgäu, der mit 1.702.948 Ankünften deutlich vorne liegt. Auch bei den Übernachtungen befindet sich der Landkreis Miesbach an derselben Position (vgl. Berchtesgadener Land 2.888.042, Bad Tölz – Wolfratshausen 1.239.032, Oberallgäu 6.259.910). Im Vorjahresvergleich verzeichnet die Region allerdings die zweithöchsten Zuwächse bei den Übernachtungen. Wohingegen im 10-Jahresvergleich die Zuwächse bei anderen Landkreisen teils deutlich höher sind (z.B. Ostallgäu +39,5% Übernachtungen).
Kürzere Aufenthaltsdauer und Überalterung
Trotz der positiven Entwicklungen gibt es Herausforderungen, denen sich die Region stellen muss. „Die Tendenz, dass die Aufenthaltsdauern immer kürzer werden, hält an. Das sieht man daran, dass der Zuwachs der Ankünfte höher ist als der Zuwachs der Übernachtungen. An diesem geänderten Gästeverhalten kommt niemand mehr vorbei, das sollte man zukünftig nicht vernachlässigen.“, so Harald Gmeiner, REO-Vorstand Tourismus. Auch die Altersstruktur der Gäste zeigt eine Tendenz zur Überalterung, was in einigen Orten bereits spürbar ist. Hier wären laut Gmeiner, gezielte Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung und Diversifizierung des Angebots erforderlich. „Das Beispiel Bayrischzell deutet darauf hin, welch positive Effekte eine Hotelneuansiedlung mit sich bringen kann. Neben positiven Übernachtungs- und Ankünfte-Entwicklungen werden auch die Gäste jünger.“, erläutert Gmeiner.
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