Tourismusentwicklung.
Hidden Champions im Tourismus: REO im Austausch mit den Jugendherbergen der Region
16.06.2026
- Mit über 44.000 Übernachtungen bleiben Jugendherbergen wichtiger Faktor für den Landkreis Miesbach
- Austausch über Herausforderungen, Chancen und die Zukunft traditionsreicher Häuser
Sie gehören für viele selbstverständlich zum touristischen Angebot, werden aber oft übersehen: Die Jugendherbergen im Landkreis Miesbach sind wichtige Stützen des regionalen Tourismus. Um ihre Bedeutung, aktuelle Herausforderungen und künftige Entwicklungsmöglichkeiten zu beleuchten, besuchte die Regionalentwicklung Oberland (REO) gemeinsam mit den örtlichen Tourist-Informationen die Häuser in Schliersee, Bayrischzell und Kreuth.
Wer erinnert sich nicht an den Jugendherbergsaufenthalt in seiner Schulzeit? Für viele Menschen gehören Klassenfahrten und erste Reisen ohne Eltern zu den prägendsten Erinnerungen ihrer Jugend. Dass Jugendherbergen auch heute noch eine wichtige Rolle für den Tourismus im Landkreis Miesbach spielen, zeigte ein Besuch der REO bei den drei Häusern im Josefsthal am Schliersee, am Sudelfeld in Bayrischzell und in Kreuth. Gemeinsam mit den jeweiligen Leitern der Tourist-Informationen vor Ort sowie den Vertretern des Deutschen Jugendherbergswerks, Phillip Cullmann und Marko Junghänel, nutzte die REO die Besuche für einen Austausch über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und mögliche Kooperationen.
Die Jugendherbergen im Landkreis Miesbach sind weit mehr als reine Unterkunftsbetriebe. Im Jahr 2025 verzeichneten die drei Häuser zusammen rund 15.500 Ankünfte und knapp 44.000 Übernachtungen. Besonders bemerkenswert ist ihre Bedeutung für die einzelnen Orte. In Kreuth entfallen mehr als sieben Prozent aller Übernachtungen auf die Jugendherberge, in Bayrischzell fünf Prozent und in Schliersee drei. Damit zählen die Häuser jeweils zu den übernachtungsstärksten Betrieben ihrer Gemeinden. Eine Besonderheit zeigt sich auch beim Blick auf die Gäste: Mehr als die Hälfte aller Besucherinnen und Besucher sind Kinder bis zwölf Jahre. Damit leisten die Jugendherbergen einen wichtigen Beitrag dazu, junge Menschen frühzeitig für die Region zu begeistern.
„Die Jugendherbergen in der Region – und die Dichte ist mit drei Häusern bei uns ziemlich hoch – sind immer noch ein Hidden Champion der Übernachtungsbetriebe im Landkreis“, sagt Thorsten Schär, Leiter Tourismus bei der REO. „Sie werden häufig als selbstverständlich wahrgenommen, sind in Wirklichkeit aber eine wichtige Stütze für die Orte. Viele Gäste kommen erstmals im Rahmen einer Klassenfahrt oder Jugendfreizeit zu uns und kehren später als Familien oder Individualurlauber zurück. Gleichzeitig stehen die Häuser vor großen Herausforderungen und brauchen Unterstützung beispielsweise bei Modernisierungsmaßnahmen, in der Kommunikation und bei der öffentlichen Erreichbarkeit.“
Denn auch die Anforderungen an Jugendherbergen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Die Gäste erwarten zeitgemäße Zimmerstandards und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Klassische Mehrbettzimmer mit acht Betten oder mehr werden zunehmend seltener nachgefragt.
Neben den Herausforderungen diskutierten die Vertreter auch Chancen der Häuser. Potenzial sehen die Beteiligten insbesondere in einer stärkeren gemeinsamen Kommunikation für Zielgruppen wie Familien, Radfahrer oder Wanderer. Ebenso wurden Möglichkeiten einer intensiveren Zusammenarbeit bei der Verwendung bio-regionaler Produkte sowie neue Nutzungsformen der Häuser für Workshops, Meetings oder Offsites im Rahmen moderner Arbeitskonzepte angesprochen.
Die Jugendherbergen im Landkreis Miesbach verbinden Tradition und Zukunft auf besondere Weise. Einige der Häuser blicken bereits auf eine rund 100-jährige Geschichte zurück. Sie sind wichtige Orte für junge Gäste, Bildung und nachhaltigen Tourismus und damit ein wertvoller Bestandteil der touristischen Infrastruktur in der Region.
Kontakt
Thorsten Schär
Projekt-Management | Tourismusentwicklung – Vernetzung von Projekten für Tourismus und Wirtschaft, Kommunikation
+49 (0) 80 25 – 99372 52
thorsten.schaer@regionalentwicklung-oberland.de
Pressekontakt
Ilona Kaffl
Kommunikation
+49 (0) 8025 99372 61
ilona.kaffl@regionalentwicklung-oberland.de
Anschrift
Regionalentwicklung Oberland KU
Rathausplatz 2
83714 Miesbach
www.regionalentwicklung-oberland.de
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